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29.09.2009 19:54 | Speyer

Zehn Jahre Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer

Kurt Beck: Mit ganzer Kraft für gemeinsames, europäisches Erbe

„Der Speyerer Dom ist nicht nur ein bedeutendes Gotteshaus, sondern auch Zeuge einer bewegten Geschichte. Er gehört zu unserem religiösen, geistigen und kulturellen Erbe. Wir setzen uns weiterhin mit ganzer Kraft dafür ein, dass er für nachfolgende Generation erhalten bleibt“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer. Dabei unterzeichnete der Ministerpräsident den neun Jahre laufenden Vertrag zwischen dem Domkapitel und der Landesregierung über die weitere Finanzierung der Domsanierung. Das Land beteiligt sich an dem Maßnahmenpaket mit jährlich 460.000 Euro, was insgesamt 40 Prozent des Leistungsumfangs ausmacht. „Mit der heutigen Unterzeichnung verleihen wir dieser Feierstunde eine besondere Bedeutung und geben Handlungssicherheit weit in das nächste Jahrzehnt hinein“, so Beck.

Der Speyerer Dom gehöre zu den herausragenden Zeugnissen der romanischen Epoche in Europa. Als erstes Objekt in Rheinland-Pfalz sei er bereits 1981 in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden. Aufgrund seiner herausgehobenen Bedeutung beteiligte sich das Land an der Lastenbeteiligung und habe seit 1957 rund 7,3 Millionen Euro für die Erhaltung zur Verfügung gestellt. Für konkrete Einzelmaßnahmen habe sich auch die Landesdenkmalpflege finanziell engagiert. Den heutigen Zustand des Doms bezeichnete der Ministerpräsident als Ergebnis des umfassenden Engagements von Kirche und Staat sowie mannigfaltiger Kräfte aus der Gesellschaft.

„Vieles ist geschehen. Grundlegendes ist geschützt und erhalten worden. Aber gerade diejenigen, die tagtäglich den Bauunterhalt betreiben, wissen um das, was noch zu tun ist“, sagt der Ministerpräsident. Das Land engagiere sich im Verbund mit dem Domkapitel, mit dem Dombauverein und mit der Europäischen Stiftung Kaiserdom und wisse sich vom breiten gesellschaftlichen Bewusstsein mitgetragen.

Mit mehr als 45.000 Denkmälern gehörte Rheinland-Pfalz bei der Denkmaldichte zur Spitzengruppe der Länder. „Mit Haushaltsaufwendungen von sechs Euro pro Einwohner für den Denkmalschutz liegt unser Land im bundesweiten Ranking auf Platz vier“, so Ministerpräsident Kurt Beck. Rheinland-Pfalz nehme seine Verpflichtung aus dem Konkordat und die Anforderungen des Denkmalschutzes ernst.

Pressekontakt: Walter Schumacher (pressestelle[at]stk.rlp.de)

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