Worms: Gewerbeflächen werden knapp
Stadt prüft mehrere Alternativen
Die Gewerbeflächen in Worms werden knapper und die Stadt ist auf der Suche nach geeigneten Flächen. In Betracht gezogen werden derzeit mehrere Gebiete, unter anderem das 100 Hektar große Areal „Am hohen Stein“ bei Heppenheim. Zu dieser Fläche lägen Untersuchungen aus den achtziger Jahren vor, berichtet OB Michael Kissel. Damals war das Areal als „Gewerbe- und Technologiepark“ deklariert worden. Die Stadt selbst hat dort etwa 25 Hektar erworben. Das Gebiet „Am hohen Stein“ sowie weitere mögliche Standorte werden zur Zeit auf ihre Eignung geprüft. „Wir müssen natürlich auch über eine Erweiterung bestehender Gewerbeflächen nachdenken“, macht der OB deutlich. Bei der Prüfung sind mehrere Kriterien entscheidend. Berücksichtigt werden Belange des Landschafts-, Natur- und Artenschutz, die Auswirkungen einer Gewerbeansiedlung auf das Klima sowie der Grundwasser- und Gewässerschutz.
Neben den Umweltfaktoren spielen infrastrukturelle Faktoren eine wichtige Rolle. Geprüft wird deshalb die Qualität der Erschließung. Konkret bedeutet dies, dass Faktoren wie die Nähe zur übergeordneten Infrastruktur – etwa zur Autobahn, zu Wasserwegen oder zur Bahn – untersucht werden. Weitere Aspekte, die in die Überprüfung einfließen, sind der Immissionsschutz und die Verträglichkeit zu benachbarten Flächen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im Frühjahr zunächst im Bauausschuss und anschließend im Stadtrat diskutiert werden.
„Die Erschließung eines Gewerbegebiets ist natürlich auch mit hohen Kosten verbunden“, macht der OB deutlich. Deshalb sucht die Stadt Investoren, die die finanzielle Belastung für die Verwaltung deutlich verringern. Künftig will man in Worms bei der Ansiedlung neuer Gewerbe jedoch verstärkt auf Qualität und weniger auf Quantität setzen. „Um geeignete Betriebe zu finden, ist Geduld gefragt“, so Kissel.
Um die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt voranzubringen, müsse man kontinuierlich und zielbewusst an der Schaffung neuer Ansiedlungsmöglichkeiten arbeiten. Sollte die Fläche „Am hohen Stein“ tatsächlich als Gewerbegebiet erschlossen werden, profitiert auch der Stadtteil Heppenheim von der Entwicklung. Potenziale sieht der OB vor allem in der Stärkung des Zuzugs sowie die Stärkung des Vororts als Schul- und Kindergartenstandort.
„Mit einer gewerblichen Entwicklung müssen jedoch immer auch der Ausbau der Verkehrs- und der sozialen Infrastruktur mithalten“, erklärt Kissel.
Pressekontakt: Stadtverwaltung Worms (pressestelle[at]worms.de)
www.worms.de
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