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30.08.2011 19:38 | Trier-Saarburg | Hermeskeil

Weihbischof Dieser besucht Hermeskeiler Tafel und Integrierte Gesamtschule

Im Rahmen seiner Visitationsreise durch das Dekanat Hermeskeil-Waldrach hat der neue Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser am Donnerstag, 25. August in Hermeskeil die Tafel St. Martinus und die Integrierte Gesamtschule besucht. Bei seinem Besuch in den Räumen der Hermeskeiler Tafel traf er sich mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung, die von der katholischen Gemeinden „Rund um Hermeskeil“, dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Trier-Saarburg sowie der evangelische Kirche Züsch-Hermeskeil getragen wird.
„Ich möchte ihnen danken, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben und hier etwas für andere Menschen tun“, drückte Weihbischof Dieser den rund 40 Ehrenamtlichen seine Anerkennung aus. Es sei wichtig, dass Kirche vor Ort für ärmere Menschen da sei. „Sie machen in dieser Einrichtung Menschen groß, weil in jedem dieser Menschen Jesus ist“, sagte Weihbischof Dieser. Die Ehrenamtlichen stünden auch in einer schwierigen Situation, weil sie die Not zwar linderten, nicht aber deren Wurzel beseitigen könnten. „Wir können die Menschen nicht gänzlich erlösen“, rief er den Freiwilligen ins Gedächtnis. Das können nur Einer: „Jesus Christus.“ In Gesprächen mit den Mitarbeitern und Diakon Klaus Elfert machte sich der Weihbischof ein Bild von der Situation vor Ort. „Es hielt sich über Jahre die Ansicht, dass es im Hochwald keine Armut gibt und es deswegen keine Tafel braucht“, sagte Elfert. Mittlerweile habe sich das Angebot der Tafel aber etabliert, sei akzeptiert und werde unterstützt. Habe man anfangs rund 70 Kunden gehabt, gebe man mittlerweile Lebensmittel an knapp 500 Menschen aus. Elfert legte allerdings Wert darauf, dass es bei dem Angebot der Hermeskeiler Tafel nicht nur um materielle Dinge geht. „Hier bekommen Menschen neben Nahrungsmitteln auch Geborgenheit und Wärme und etwas von der Botschaft Jesu Christi“.

Der Weihbischof besuchte anschließend die Integrierte Gesamtschule (IGS) Hermeskeil. Eine Schulstunde lang stand er der Klasse 7bvon Lehrerin Elke Engel Rede und Antwort. „Wie lange sind sie schon Bischof?“ wollte eine Schülerin wissen. „Ich bin noch ganz grün hinter den Ohren“, antwortete der Anfang Juni geweihte Weihbischof lachend und erklärte anschließend, was es mit seiner Kleidung auf sich habe. Die Schüler erfuhren auch sonst einiges: So habe der Weihbischof als Kind gar nicht Priester, sondern Lehrer werden wollen und sei dann über die kirchliche Jugendarbeit zu seiner Berufung gekommen. Außerdem erzählte der Weihbischof den Schülern, dass er gerne zur Schule gegangen sei und in der Schule Latein und Biologie gemocht habe. Im Anschluss an den Unterricht traf sich der Weihbischof mit elf Lehrerinnen und Lehrern der IGS und machte sich ein Bild vom katholischen Religionsunterricht an der Schule. „Sie machen wichtige Arbeit“, unterstrich der Weihbischof, und forderte, auch spirituelle Angebote an der Schule zu machen. „Wir dürfen uns nicht zurückziehen, auch nicht von den Kindern, die keine kirchliche Sozialisation erfahren haben.“

Noch bis Ende Oktober ist der Weihbischof auf Firm- und Visitationsreise durch das Dekanat Hermeskeil-Waldrach. Knapp 100 Termine wird er bis dahin wahrnehmen, mit den Priestern sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sprechen, kirchliche Einrichtungen besuchen und Jugendlichen die Firmung spenden.


Pressekontakt: Bistum Trier ( )
www.bistum-trier.de
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