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Bürgermeisterin Martina Hassel (links) und Bärbel Marx (Bauleitung) erläutern dem Seniorenbeirat die Pläne fürs Seniorenhaus.
22.02.2010 15:09 | Bad Kreuznach | Bad Kreuznach (Stadt)

Seniorenhaus im November bezugsfertig

Jung und Alt in direkter Nachbarschaft und Gemeinschaft. Nach dem Jugend- und Kooperations-zentrum 'Mühle' wird nun auch das 'Haus der Senioren' in der ehemaligen Thress-Mühle beheimatet. Beide Einrichtungen verbindet nicht nur ein gemeinsames Treppenhaus. Der generationenübergreifende Gedanke, die Unterstützung im Zusammenleben von Jung und Alt war u. a. ein wesentliches Kriterium bei der Frage, wo das zukünftige Angebot am besten zu Hause wäre. Zum offiziellen Baubeginn hat Bürgermeisterin Martina Hassel (Vorsitzende des Seniorenbeirates) neben Vertretern der Bauverwaltung auch den Vorstand des Beirats und den Arbeitskreis „Seniorenhaus“ eingeladen. Der kommunale Seniorenbeirat hatte in seinem früheren Domizil, der Prieger-Klinik, bis Ende der 90er Jahre hervorragende Arbeit geleistet: seine Informationsveranstaltungen waren rege nachgefragt, das Beratungsangebot gut angenommen. Sportangebote und kulturelle Aktivitäten entwickelten sich ständig weiter. Nach Kündigung der Räumlichkeiten wurde das Mobiliar 'vorübergehend' eingelagert. Die Bemühungen um einen Neustart/ein neues Domizil dauerten bis heute. Letztendlich verhalf das Konjunkturprogramm II dem notwendigen Projekt zum Durchbruch.

Die Bürgermeisterin verweist darauf, dass mittlerweile mehr als 30 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Bad Kreuznachs über 60 Jahre alt sind. Sie wollen diesen 3. Lebensabschnitt aktiv gestalten; sich ehrenamtlich engagieren; Gleichgesinnte finden; miteinander im Austausch sein; vorsorglich Fragen der Gesundheitsreform, der Pflege, Lebens- und Lebensformen miteinander erörtern; ihre besonderen Bedürfnisse an Stadtentwicklung, Platzgestaltung, gastronomischem Angebot und vielem mehr einbringen. Dies hat die ausführliche Beratung mit den im Beirat vertretenen Verbänden und Institutionen über Angebote eines Seniorenhauses vor einigen Jahren gezeigt.

Aufbauend darauf hat der AK „Seniorenhaus“ gemeinsam mit der Verwaltung das Nutzungs-konzept konkretisiert. Folgende Angebote soll es künftig geben: in Kooperation mit dem Internationalen Bund an den Markttagen einen Mittagstisch; ein Seniorenbüro mit Serviceleistung bei Behördengängen (z. B. Rente, Sozialversicherung, Wohngeld, Grundsicherung); im Rahmen von „Senioren helfen Senioren“ Besuchs- und Hilfsdienste, Ehrenamts- und Tauschbörse; außerdem Angebote der Beratungsstellen. Geplant sind des Weiteren ein Seniorentreff, Seniorenkurse und kulturelle Veranstaltungen (z. B. der VHS) sowie Seniorensport und evtl. auch eine Buchausleihe.

Generationenübergreifende Angebote gemeinsam mit der 'Mühle' sind im Gespräch, ebenso wie die intensive Kooperation mit der örtlichen Selbsthilfe. Die Räume können zudem für private Feiern oder Veranstaltungen von Senioreninitiativen und –verbänden gemietet werden. 'Wir haben darauf geachtet, dass sich die Nutzungskonzepte und Raumangebote von 'Mühle' und 'Seniorenhaus' sinnvoll ergänzen. Auf diese Weise werde zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung beider Einrichtungen angeregt.'

Ähnlich wie in der 'Mühle' sei auch im 'Seniorenhaus' an eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen weiteren Senioreninitiativen in der Stadt gedacht. 'Wir wollen keine Konkurrenz machen, sondern Unterstützung leisten', so die Bürgermeisterin 'Für weitere Ideen sind wir offen und freuen uns über jede Initiative, die zu einem abwechslungsreichen Programm beiträgt'.

Das ehemalige Mühlengebäude mit seinen vier Geschossebenen und insgesamt 300 Quadratmetern Nutzfläche wird für rund 625.000 Euro saniert und ausgebaut. 464.000 Euro fließen als Zuschuss aus dem Konjunkturprogramm II. Im November soll das Seniorenhaus bezugsfertig sein. Ende vergangenen Jahres wurde das alte Mehlsilo abgerissen. Mit dem Innenausbau ist vor kurzem begonnen worden. Deckenbalken werden ergänzt, Fußböden und Wände eingezogen, Fenster und Brandschutztüren eingebaut, verputzt, gestrichen, gefliest etc. Schlusspunkt ist der Einbau einer Küche.



Pressekontakt: Stadtverwaltung Bad Kreuznach (hansjoerg.rehbein[at]bad-kreuznach.de)
www.bad-kreuznach.de

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