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13.02.2010 11:04 | Speyer | Speyer (Stadt)

Ministerpräsident Beck würdigt Feuerwehr Speyer

10.000 Euro Preisgeld für vorbildliche Präventionsarbeit

Um die Sicherheit und Gesundheit der haupt- und ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Speyer ist es gut bestellt. Für ihre vorbildliche Präventionsarbeit waren Dezernent Frank Scheid und Wehrleute am vergangenen Freitag von Ministerpräsident Kurt Beck in den Mainzer Landtag geladen, um als Sieger des landesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnet – Sicherheit und Gesundheit für Feuerwehren“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz 10.000 Euro Preisgeld entgegen zu nehmen.

„Uns ist es wichtig, dass unsere Feuerwehrleute bei ihren schwierigen Einsätzen gesund bleiben“, unterstreicht Dezernent Scheid das besondere Augenmerk auf Prävention. Rund 500 bis 600 Stunden investierten Wehrleiter Michael Hopp und Hubert Kling, bei der Stadtverwaltung verantwortlich für das Sachgebiet Feuerwehr und Katastrophenschutz, für eine Konzeption im Sinne von Sicherheit und Gesundheit und deren Umsetzung. Erfolgreiche Präventionsarbeit könne man nur leisten, wenn alle Wehrleute an dem Prozess beteiligt würden, erläuterte Wachdienstführer Stefan Serr das Erfolgsrezept der Speyerer Wehr. „Es galt einen gemeinsamen Nenner und Verantwortungsbereiche für Hauptamtliche und Ehrenamtliche zu definieren. Wir erarbeiteten ein zweistufiges Konzept für beide Gruppen“, erklärte Serr.

Am Anfang stand die Gefährdungsanalyse für das hauptamtliche Personal. Den daraus resultierenden Maßnahmenkatalog setzte man Schritt für Schritt um. Fragen der Vorsorgeuntersuchungen, ein Gefährdungskataster, Schulungen und körperliche Belastungen wurden ebenso in den Fokus gerückt wie Hygienerichtlinien, Fitness und Rechtsfragen. Besonderen Stellenwert nahmen unter anderem auch Themen wie Arbeitsgeräte, Schutzkleidung und der Einsatz vor Ort ein. „Dabei zeigte sich, wie wichtig es ist, die Führungskräfte zu sensibilisieren und an deren Verantwortungsbewusstsein zu appellieren - auch bei den ehrenamtlich Aktiven“, betonte Serr.

Weiter zeigte die Analyse schwarz auf weiß, wie schwierig und vielschichtig die Einsatzbereiche der Wehrmänner sind. Ob Keller oder Dachgeschoss, Hochhaus oder Industriebetrieb: Die Herausforderungen im Notfall erfordern höchste Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Seit neuestem verfügen die Fahrzeuge der Feuerwehr Speyer über Staubschutzmasken. Sie sollen eine eventuell auftretende Feinstaubbelastung durch Glas- oder Verbundwerkstoffbearbeitung vermeiden.

Da die ermittelten Gefahren abgestellt oder vermindert werden konnten, sanken die Unfallzahlen trotz der verhältnismäßig hohen Einsatzzahlen von durchschnittlich 550 im Jahr. Die Freiwillige Feuerwehr Speyer besteht aus zehn hauptamtlichen Kräften und rund 120 Aktiven. Hinzu kommen die passiven Mitglieder und die Jugendfeuerwehr.


Pressekontakt: Stadtverwaltung Speyer (matthias.nowack[at]stadt-speyer.de)
www.speyer.de

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