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Klaus-Peter Hildenbrand von der Rhein-Hunsrück-Entsorgung (rechts), erklärt Ministerin Margit Conrad, Landrat Bertram Fleck (Mitte) und Thomas Lorenz (links), Rhein-Hunsrück-Entsorgung, die Arbeitsweise der Simmerner Heizzentrale.
31.08.2010 18:00 | Rhein-Hunsrück-Kreis | Simmern

Ministerin Margit Conrad präsentiert Simmerner Heizzentrale als Vorbild für regionale Wertschöpfung

Die Agentur für Erneuerbare Energien aus Berlin veranstaltete eine zweitägige Pressefahrt durch Rheinland-Pfalz und das Saarland zu dem Thema: „Arbeitsplätze, Kaufkraft und Steuereinnahmen vor Ort – Kommunale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien“. Auf Wunsch von Umweltministerin Margit Conrad machte der bundesweit hochkarätig besetzte Pressetross auch an der fast fertig gestellten Heizzentrale „Auf dem Füllkasten“ im Simmerner Schulzentrum halt.

Landrat Bertram Fleck informierte über die kreisweiten Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien und Stoffstrommanagement. Er stellte den aktuellen Energiesteckbrief vor, der belegt, dass sich der Landkreis im Sauseschritt zum Stromexporteur entwickelt. Im Jahr 2009 gab es bereits 1.465 Anlagen zur Stromerzeugung. Passend zum Thema der Rundreise präsentierte der Landrat eine Grobabschätzung der hieraus resultierenden Wertschöpfung. Die konservativ angesetzten Kostenrichtwerte führen zu überraschenden Ergebnissen: So werden allein im Strombereich bis zum Jahr 2013 mindestens 618 Millionen Euro im Kreisgebiet investiert. Mindestens 57 Millionen Euro dieser Investitionen zur Erzeugung regenerativer Energie verbleiben regional vor Ort. Aus dem Betrieb der Biomasseanlagen, Blockheizkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Windräder fließen circa 14,5 Millionen Euro jährlich als regionale Wertschöpfung zurück (Stand Jahr 2013).

Als Beispiel aus dem Wärmebereich präsentierte Landrat Fleck die Investitionen der Rhein-Hunsrück-Entsorgung in die Nahwärmeverbünde für die Schulzentren in Simmern und Kirchberg. Hierdurch werden jährlich der Energiebezug von umgerechnet 450.000 Litern Heizöl durch aufbereiteten Baum- und Strauchschnitt ersetzt. Die Heizungstechnik hat eine Nutzungszeit von 20 Jahren. Im Laufe der 20 Jahre verbleiben mindestens 6,3 Millionen Euro in der Region, die ansonsten für den Bezug von fossilen Brennstoffen abgeflossen wären, rechnete Landrat Fleck vor. Ministerin Conrad lobte die vielfältigen Aktivitäten im Rhein-Hunsrück-Kreis als vorbildlich. In den Kommunen würde zukunftsweisend gehandelt und so Rheinland-Pfalz von einer Import- zu einer Energieregion umgebaut.


Pressekontakt: Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück (pressestelle[at]rheinhunsrueck.de)
www.rheinhunsrueck.de



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