Kurt Beck: Vom Boden der Heimat die Welt neu gesehen
Als großartigen Künstler würdigte Ministerpräsident Kurt Beck am Sonntagabend im Mainzer Residenz-Filmtheater Regisseur Edgar Reitz. Vor etwa 500 geladenen Gästen eröffnete der Ministerpräsident in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur die „Edgar Reitz – Filmwoche 2009“, die aus Anlass der Welturaufführung des restaurierten Frühwerks von Reitz stattfand.Kurt Beck, der Reitz samt Sohn und Enkel in Mainz begrüßen konnte, lobte das Schaffen des im Hunsrück geborenen Regisseurs, der darin seine besondere Beziehung zu unserer Region zum Ausdruck gebracht habe. Besonders in der Trilogie „Heimat“ habe Reiz seine Verbundenheit zum Hunsrück und den Menschen der Region zum Ausdruck gebracht. Beck: „Sie haben dabei wunderbare Bilder geschaffen, mit denen wir auf dem Boden der Heimat stehend die Welt ganz neu gesehen haben. Ihr filmisches Werk Heimat war weit mehr als nur ein kultureller Beitrag; dieses Werk war ein Beitrag zur Bewältigung unserer eigenen Geschichte.“
Der Ministerpräsident machte deutlich, das die Restaurierung der alten Filme – insgesamt sechs wichtige Spielfilme und mehre Kurz- und Dokumentarfilme aus den frühen 60er Jahren – eine wichtige kulturelle Aufgabe für das Land gewesen sei. Kurt Beck: „Es wäre eine Sünde an der Kultur gewesen, wenn diese alten Filme dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen wären.“
Der Ministerpräsident erinnerte an die vielen Auszeichnungen, die Edgar Reitz bereits erhalten habe – darunter den Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz und die Carl-Zuckmayer Medaille. Gemeinsam mit dem Regisseur erlebten Kurt Beck und die illustre Gästeschar anschließend den in neuen Farben erstrahlenden Film „Die Reise nach Wien“ – gedreht 1973 in Simmern im Hunsrück und im vergangenen Jahr aufwändig restauriert. Daran hat sich die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur mit erheblichen finanziellen Mitteln beteiligt – völlig zu Recht, wie die Besucherinnen und Besucher nach der Uraufführung der ungeschnittenen und restaurierten Fassung völlig begeistert feststellten. Die vielen Glückwünsche zu der gelungen Arbeit freuten natürlich den Regisseur beim anschließenden „Empfang auf dem roten Teppich“ besonders.
Pressekontakt: Walter Schumacher (pressestelle[at]stk.rlp.de)
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