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‚Kraftzentrum am Rhein: Worms, sein Umland und die Staufer’
Vortrag zum Stauferjahr im Wormser Andreasstift am 2. September um 19 Uhr
Im Stauferjahr 2010 wird immer wieder hervorgehoben, wie eng die Beziehungen des Herrschergeschlechts gerade zur Bischofsstadt Worms und ihrem Umland waren und welche Bedeutung Stadt und Region für die Herrscher zwischen 1150 und 1250 besaßen. Selbstverständlich ist deshalb die Stadt Worms auch mit wertvollen Exponaten in der Mitte September in Mannheim zu eröffnenden Stauferausstellung vertreten. Doch wie gestalteten sich diese Wechselwirkungen tatsächlich? Ein Vortrag des Leiters des Stadtarchivs Dr. Gerold Bönnen am Donnerstag, 2. September um 19 Uhr (Andreasstift) versucht in sechs Schritten eine Annäherung an die Frage, was das Spezifische der Beziehungen und Einflüsse zwischen der Präsenz und Wirksamkeit des Herrschergeschlechts zum einen und den Besonderheiten der Entfaltung der aufstrebenden Bischofsstadt Worms im 12. und der ersten Hälfte des 13. Jh. ausmacht. Quellen – Stadt Worms – Kirche und Klerus – Menschen und ihre Gemeinschaften – Wirtschaft – Region: Nach diesen Faktoren und ihrem Wandel in der Stauferzeit wird auch unter Rückgriff auf erhaltene Bauten und Dokumente in der Stadt zu fragen sein. Es soll dabei versucht werden zu ermessen, welchen Anteil die Könige und Kaiser aus dem staufischen Geschlecht an der rasanten, fortschrittlichen und höchst dynamischen Herausbildung der Stadt nicht zuletzt als Rechtsgemeinschaft und künftige Stadt des Reiches nehmen konnten, welche spezifischen Wirkungen von ihnen und ihrem personellen Umfeld ausgegangen sind, wo die Staufer agiert und wo sie reagiert haben.Welche Funktionen besaß Worms und sein Umland für die Herrscher von Barbarossa bis Friedrich II.? Was ergibt ein Vergleich mit anderen königsnahen Städten wie dem mit Worms eng verbundenen Speyer? Welche Fragen müssen offen bleiben? Welche Nachwirkungen haben die Staufer in der späteren Stadtgeschichte entfaltet? Der Vortrag versucht, auf diese Fragen in Wort und Bild Antworten zu geben und auch die Grenzen unseres Wissens vor Augen zu führen; es besteht Gelegenheit für Nachfragen und Diskussion. Der Vortrag, ermöglicht nicht zuletzt durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe (Koblenz/Mainz), die im ganzen Land eine Vortragsreihe organisiert hat, bietet eine gute Möglichkeit der Einstimmung auf das kulturhistorische Ereignis in der Metropolregion Rhein-Neckar in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim.
Der Eintritt zur Veranstaltung im Andreasstift ist frei.
Pressekontakt: Stadtverwaltung Worms (pressestelle[at]worms.de)
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