Kaiserslautern: Verkehrszählung auf Kreisstraßen
Um den politischen Gremien im Kreistag zuverlässige Entscheidungshilfen bei der Kreisstraßenplanung an die Hand zu geben und die damit verbundenen Investitionen auf realistische Erfordernisse beziehen zu können, hat Landrat Paul Junker zusammen mit der ARGE Landkreis Kaiserslautern und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) eine Maßnahme zur Verkehrszählung mit arbeitssuchenden Langzeitarbeitslosen initiiert: Drei Monate lang werden sechs Trupps mit je vier Personen an insgesamt 98 Zählpunkten entlang der Kreisstraßen das Verkehrsaufkommen erfassen und zusammentragen. Eine langfristige und nachhaltige Planung für den Straßenbau und den Ausbau von Radwegenetzen hängt ganz wesentlich vom Verkehrsaufkommen ab. Die statistischen Zahlen, die dabei zu Grunde gelegt werden, basieren in der Regel auf Schätzungen, denn zum derzeitigen Zeitpunkt besteht weder für den Kreis noch für den Landesbetrieb Mobilität die rechtliche Verpflichtung, das Verkehrsaufkommen tatsächlich zu zählen. Mit Hilfe der geplanten Verkehrszählungsmaßnahme können nun realitätsnahe Daten für die Kreisstraßen erhoben werden. Die erhobenen Zahlen dienen als Grundlage um die Verkehrsinfrastruktur im zeitlichen Ablauf neu zu bestimmen und damit eine auf die aktuellen Erfordernisse der Bevölkerung abgestimmte Planung zu gewährleisten.Träger dieser sozial-integrativen Maßnahme ist die Firma M.O.T.I.V. (Motivation, Orientierung, Training, Information, Vermittlung) in Kaiserslautern, die sich auf die soziale Betreuung, Weiterbildung und Integration von Langzeitarbeitslosen spezialisiert hat. Die 24 Teilnehmer, die sich für diese Maßnahme gemeldet haben, werden möglichst wohnortnah eingesetzt und sind bestens für jede Wetterlage ausgerüstet. Vom Fahrrad über Motorräder, Autos und LKWs werden alle Fahrzeuge erfasst, die dienstags, mittwochs und donnerstags auf den Kreisstraßen unterwegs sind. Gezählt wird in zwei Schichten, im Zeitraum zwischen 6 Uhr und 20 Uhr. Nach Abschluss der Zählung vor Ort werden die von der Firma M.O.T.I.V. geschulten Teilnehmer die Daten in Excel-Tabellen eingeben, um sie zur Bewertung den verantwortlichen Gremien zur Verfügung zu stellen. Beim Start der Maßnahme am 26. 8. 2010 dankte Landrat Paul Junker den Teilnehmern und betonte, dass sie mit dieser Zählung eine sehr wertvolle und verantwortungsvolle Arbeit für die Allgemeinheit leisten. Durch ihren Einsatz und über diese Maßnahme könnten nun verlässliche Daten ermittelt werden, die der Politik als Grundlage für künftige Entscheidungen und erforderliche Investitionen im Straßenbau dienen.
Für die Straßen in Deutschland sind entweder der Bund, das Land, der Kreis oder die Gemeinden zuständig, je nach Art der Straße. Der Landkreis Kaiserslautern ist für rund 179 Kilometer Kreisstraße verantwortlich.
Pressekontakt: Kreisverwaltung Kaiserslautern (Georgia.Matt-Haen[at]kaiserslautern-kreis.de)
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