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07.08.2011 13:57 | Südwestpfalz | Südwestpfalz (Kreis)

Junge Union: Unterrichtsausfall stoppen!

„Für das neu begonnene Schuljahr muss mit einer spürbar schlechteren Unterrichtsversorgung gerechnet werden“, davon geht der JU Kreisvorsitzende Timo Hornung aus und erklärt weiter:

„Nach Angaben des Ministeriums werden die Vertretungsverträge im rheinland-pfälzischen Schuldienst deutlich begrenzt. In der Phase der Überprüfung der Vertretungsverträge durch das Ministerium wurden rund 40 % nicht mehr verlängert. Angesichts der rund 1300 Verträge, die zum neuen Schuljahr ausgelaufen sind, lassen sich schon jetzt drastische Löcher in der Unterrichtsversorgung annehmen.
Erste Informationen zur Situation der Planstellenvergabe zum Schuljahresbeginn 2011/ 2012 lassen ebenfalls keine positiven Prognosen zu. Nach Angaben der Personalräte werden beispielsweise für die Gymnasien zum neuen Schuljahr lediglich 50 Planstellen landesweit neu besetzt. Gleichzeitig beenden mehr als 200 Lehrkräfte ihr Referendariat für das Lehramt an Gymnasien. Dies macht deutlich, dass der Unterrichtsausfall weitestgehend nicht mehr auf Bewerbermangel, sondern auf fehlende Einstellungen zurückgeht.
Auch zum neuen Schuljahr versucht die Landesregierung den tatsächlichen Unterrichtsausfall zu verschleiern. Der angekündigte Vertretungslehrerpool ist mit 200 Stellen völlig unterdimensioniert und wird kostenneutral aus den Haushaltsmitteln für Vertretungsverträge finanziert. Es entsteht also kein zusätzlicher Einstellungseffekt. Darüber hinaus wird zum Schuljahresbeginn lediglich rund die Hälfte der angekündigten 200 Stellen besetzt. Zum 16. September 2011 laufen rund 1700 Vertretungsverträge, also mitten im Schulhalbjahr, aus. Diese Vertretungslehrkräfte werden von der Landesregierung voll in die Unterrichtsabdeckung hinein gezählt, ungeachtet dessen, ob diese Verträge nach dem 16. September 2011 verlängert werden oder nicht. Für die Schulen ist es kaum möglich, eine Lehrkraft, die gesichert nur für die ersten sechs Wochen zur Verfügung steht, voll in den Stundenplan zu integrieren.“

Die Junge Union fordert die Landesregierung daher auf, sofort auf die Situation zum Schuljahresbeginn zu reagieren und eine entsprechende Anzahl an Lehrkräften an die Schulen zu schicken bzw. die Planstellen zu erhöhen. „Einsparungen bei der Bildung, sind Einsparungen an der Zukunft der Schüler in Rheinland-Pfalz“, so Hornung abschließend.

Junge Union - Politische Jugendorganisation
Pressekontakt: Timo Hornung (T.Hornung[at]gmx.de)
Junge Union Südwestpfalz
66953 Pirmasens
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