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Internationales Ökumenisches Forum in Trier gestartet
Nicht Argwohn, Trägheit und Ungeduld sollten die Ökumene und das Miteinander der christlichen Kirchen prägen. Wichtig, um dem Ziel der Einheit näher zu kommen, sind vielmehr gegenseitiger Respekt, Vertrauen, Sympathie, Dialog und Geduld. Das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 30. Januar in einem Ökumenischen Gottesdienst im Trierer Dom betont. Der Gottesdienst bildete den Auftakt des Internationalen Ökumenischen Forums, das bis zum 3. Februar in Trier stattfindet. Im Vorfeld der Heilig-Rock-Wallfahrt vom 13. April bis zum 13. Mai werden die rund 200 Teilnehmer des Forums über die Herausforderungen diskutieren, vor denen die christlichen Kirchen heute gemeinsam mit den anderen Religionen stehen. Ackermann warb in dem Gottesdienst dafür, dass die christlichen Kirchen einander noch besser verstehen und den Reichtum in den jeweils anderen Kirchen erkennen sollten.Das Forum ist hochkarätig besetzt. Unter dem Leitwort der Wallfahrt „und führe zusammen, was getrennt ist“ kommen neben Bischof Ackermann unter anderem zusammen: der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch (Rom), der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Dr. Olav Fykse Tveit (Genf), Metropolit Augoustinos (Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland), Bischöfin Rosemarie Wenner (Evangelisch-methodistische Kirche), der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Alois Glück und Prof. Dr. Gerhard Robbers, Präsident des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags.
In dem Gottesdienst wirkten unter anderem mit: Vikarbischof Evmenios Lefka (Griechisch-Orthodoxe Kirche), Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (Evangelische Kirche im Rheinland), Superintendent Carl Hecker (Evangelisch-Methodistische Kirche) und Dr. Siegfried Schmitt (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen – Region Südwest). Bischof Ackermann sagte in seiner Predigt, dass es in der Ökumene wichtig sei, an den Gemeinsamkeiten anzuknüpfen. Nur so würden die christlichen Kirchen im Dialog der Religionen und in die Gesellschaft hinein auch Gehör erhalten. Dabei gehe es nicht um Uniformität. „Das Gewebe der Glaubenden ist bunt“, sagte der Bischof. Er knüpfte an das Bild von Präses Nikolaus Schneider von einer „Ökumene der Gaben“ an und warb dafür, dass die verschiedenen christlichen Konfessionen sich gegenseitig wertschätzen und ihr je eigenes „Material“ in das größere Ganze einbringen sollten. Das werde auch keinen „Flickenteppich“ ergeben, zeigte sich der Bischof überzeugt: „Wir wollen als Christen keine Patchwork-Identität“, betonte er. Vielmehr sei es wichtig, damit das Christentum auch für andere anziehend und einladend werde, immer „das eine Große und Ganze“ im Blick zu haben.
Die Themen des Forums sind: „Kreuz und quer verwoben! - Christsein in der Gesellschaft heute und der Dialog der Religionen“, „Nahtlos zerrissen? - Ökumenische Herausforderungen und Perspektiven“, „Gut angezogen? - Nachfolge in Tradition und Wandel“ und „Eine Nummer zu groß? - Aus der Hoffnung leben, mit Vorläufigkeiten umgehen lernen“.
Vom 13. April bis 13. Mai 2012 lädt das Bistum Trier zur Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier ein. Dann wird erstmals seit 1996 der Heilige Rock wieder im Trierer Dom zu sehen sein. Die Wallfahrt steht unter dem Leitwort „und führe zusammen, was getrennt ist“. Der Heilige Rock, die Tunika Jesu Christi, ist die bedeutendste Reliquie des Trierer Doms. Dort wird er verschlossen und nicht sichtbar aufbewahrt. Die Geschichte des Heiligen Rocks ist ein Gewebe aus Legenden und Überlieferungen. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, soll ihn im 4. Jahrhundert nach Trier gebracht haben. Informationen rund um die Heilig-Rock-Wallfahrt gibt es im Internet unter
www.heilig-rock-wallfahrt.de oder im Wallfahrtsbüro, Tel.: 0651-7105-8012.Pressekontakt: Bistum Trier ( )
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