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Gerolstein: „2nd Hemd & und Hose" Kleidermarkt zu Gunsten Boliviens
Keine „Ex- und Hopp" Mentalität
Zum Jubiläumsjahr der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier haben sich Jugendgruppen aus den Dekanaten Daun und Gerolstein-Hillesheim mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bitburg für eine Premiere im Landkreis Vulkaneifel ins Zeug gelegt: Unter der Schirmherrschaft von Landrat Heinz Onnertz ging am 30. und 31. Januar mit viel Spaß und großem Einsatz der Gebrauchtkleidermarkt „2nd Hemd & Hose' im Pfarrheim St. Anna Gerolstein über die Bühne. Rund 3.500 Euro brachte der Kleiderverkauf ein. Die Hillesheimer Pfadfinder Philipp Hammes und Daniel Schmitz tragen echte Lammfellmäntel, als sie den Schnee von der Treppe zum Pfarrheim St.Anna fegen. „Halten schön warm, sind aber nur geborgt', sagen sie lachend und deuten auf das Plakat an der Eingangstür: „Herzlich Willkommen zum großen Kleidermarkt!' Drinnen bestimmen Kasse, Kleiderstände und Wühltische das Bild. Im Foyer sind Kinderschminktisch und Café. Und wo auf der Bühne im Saal die aktuelle Bolivien-Wanderausstellung des Bistums die Kulisse bildet, moderieren die 16-jährigen Gerolsteiner Messdienerinnen Linda Krämer und Annika Munkler gerade eine Modenschau – mit weiblichen Models, die Herrenanzüge tragen, und mit jungen Männern, die in Pumps und Paillettenkleid, in Braut- oder Abendkleid und mit keckem Kopfschmuck über die Bühne stöckeln.
„Das vergessen die nie', sagt Matthias Pohlmann, der für den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier den Kleidermarkt mit betreut. Die Premiere im Landkreis Vulkaneifel sei besonders gelungen. „Die Beteiligung ist enorm, die Mischung aus ernsthaftem Engagement und ganz viel Spaß ist super', sagt Matthias Pohlmann. Zum Zweck der Aktion erklärt er, dass durch den Kleidermarkt und das Rahmenprogramm die Bolivienkleidersammlung als wesentlichster Stützpfeiler zur Erwirtschaftung von Geld für bolivianische Projekte noch mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung getragen werde. Zudem werde Bildungsarbeit geleistet; denn die Jugendlichen erhielten entgegen einer weit verbreiteten „Ex- und hopp-Mentalität' Einblick in einen sinnvollen Kreislauf von Kleidung. „Was einer mal neu gekauft und getragen und dann gut erhalten in die Kleidersammlung gegeben hat, wird für einen anderen zum tollen Schnäppchen', erläutert Pohlmann das Prinzip.
Währenddessen probieren Maike Hermes (Gerolstein) und Lea Schlösser (Hillesheim) kichernd Brautkleider an. Therese Müller aus Büdesheim bedauert, dass ihr der hellrote Cordmantel nicht passt. Pfarrer Ralf Pius Krämer (Gerolstein) sagt: „Trotz der großen Auswahl habe ich leider nichts Passendes für Karneval gefunden.' Norbert Möller aus Hillesheim wird fündig: Er kauft eine Krawatte aus dem Dutzend, das der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zur Verfügung gestellt hat. Die Krawatte will Möller, Leiter der KFZ-Zulassungsstelle bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel, an Weiberdonnerstag im Dienst tragen. „Mit allen Konsequenzen.'
Pressekontakt: Bistum Trier ( )
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