PRPORT Rheinland-Pfalz - Pressemitteilung - Die Festspielstadt Worms zukunftsfest machen

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21.07.2010 16:03 | Alzey-Worms | Worms (Stadt)

Die Festspielstadt Worms zukunftsfest machen

OB Kissel lobt außerordentlich hohes Engagement aller Beteiligten

Oberbürgermeister Michael Kissel dankt allen Beteiligten an den diesjährigen Festspielen für das weit über die üblichen Grenzen hinausgehende Engagement: „Das war ein einmaliger Kraftakt, um Worms als Festspielstadt auch in finanziell schwierigen Zeiten zukunftsfest zu machen.“ So seien die Unternehmen für Licht- und Tontechnik sowie Bühnenbild der Stadt im Vertrauen auf den Stadtrat bei den Honoraren weit entgegen gekommen. „Auch die städtische Theatermannschaft um Jörg Täffner sowie der Veranstaltungsservice des Baubetriebs haben sich mit ungeheurem Engagement eingebracht“, so OB Kissel.

Auf Vorschlag von Kissel hatte der Stadtrat im Oktober 2009 unter dem Eindruck der dramatischen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die städtischen Finanzen einstimmig beschlossen, die große Hauptinszenierung 2010 zugunsten eines „abgespeckten Programms“ auszusetzen, jedoch ab 2011 im Wechsel zwischen „Indoor- und Open air-Festspielen“ wieder unter normalen Bedingungen die Festspiele weiter zu führen. Der technische Geschäftsführer Ulrich Mieland: „Unsere Dienstleister, das eigene Personal sowie alle städtischen Kollegen haben uns großartig unterstützt. Dieses Vertrauen dürfen wir jetzt nicht durch voreilige und unerfüllbare Erwartungen enttäuschen.“

Auch die einzelnen Abteilungen der Kultur- und Veranstaltungs GmbH wie der Nibelungenfestspiele gGmbH haben sich an der Grenze persönlicher Belastbarkeit für den Erhalt der Festspiele engagiert. So waren Petra Simon vom künstlerischen Betriebsbüro und Monika Liegmann von der PR-Abteilung über viele Wochen fast rund um die Uhr im Einsatz. Bereits im Vorfeld mussten die Medien, die Sponsoren, das Publikum und die Künstler davon überzeugt werden, dass auch unter den Ausnahme-Bedingungen des Jahres 2010 eine Produktion mit hoher Qualität möglich werden würde. Intendant Dr. Dieter Wedel und sein Assistent Jörn Hinkel mussten nicht nur wie das Ensemble in nur vierzehn Tagen Probezeit mit bis zu sechzehn Stunden Arbeit und ohne einen freien
Tag eine Inszenierung auf die Beine stellen, sondern in nur wenigen Wochen ein geeignetes Stück komponieren zu einem Stoff, der zwar hochspannend, aber bisher für die Bühne nicht bearbeitet war.


Nach dem Stadtratsbeschluss im Herbst vergangenen Jahres war bald klar, dass sowohl das Publikum als auch die Medien und die Kulturszene überregional nach Worms schauten, um am Beispiel der Festspiele zu beobachten, wie in den Kommunen die Weichen der Kulturpolitik in der Finanzkrise gestellt würden. Lange hielt sich das Gerücht, die Festspiele würden eingestellt oder fielen zumindest in 2010 ganz aus. Das musste nicht nur die PR-Abteilung, sondern auch der kaufmännische Geschäftsführer Sascha Kaiser in zahlreichen Gesprächen richtigstellen und vom Zukunftspotenzial der Wormser Kultur überzeugen.

Alle Beteiligten der Nibelungenfestspiele 2010 fanden daher die besondere Verantwortung, den über Jahre hinweg gesponnenen Faden nicht abreißen zu lassen.

Nachdem dies mit einer nicht wiederholbaren Kraftanstrengung geschafft wurde, vertraut man beim interessierten Publikum, den Förderern und den Medien jetzt darauf, dass der vom Stadtrat beschlossene Kurs auch eingehalten wird. Oberbürgermeister Michael Kissel: „Außerhalb von Worms, bei den Sponsoren, der Landesregierung und den Medien würde man andere Positionen nicht verstehen. Der außerordentliche Vertrauensvorschuss des Jahres 2010 muss jetzt auch dauerhaft eingelöst werden.“ Innerhalb der Stadt habe sich zudem durch die Gründung des Fördervereins mit seinen bereits über 170 Mitgliedern und das gänzlich honorarfreie Engagement der Kleindarsteller gezeigt, dass es auch in der Bürgerschaft ein großes Unterstützerpotenzial für das Festspielprojekt gebe und viele bereit seien, es mitzutragen. „Auf unsere Kleindarsteller sind wir besonders stolz, denn sie haben große Opfer gebracht“, lobt Michael Kissel die Wormser Komparsen.

Schließlich habe sich das Bild von Worms in der Öffentlichkeit durch die Festspiele als Flaggschiff einer breit angelegten Kulturpolitik nachhaltig positiv verändert. Daran lasse sich auch in den nächsten Jahren anknüpfen, wenn es darum gehe, Worms als Wohnstadt, als Stadt des Kulturtourismus und als verkehrsgünstig gelegenen Wirtschaftsstandort in den Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main weiter auszubauen, so Oberbürgermeister Michael Kissel.


Pressekontakt: Stadtverwaltung Worms (pressestelle[at]worms.de)
www.worms.de

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