Deutsch-Russischer Wirtschaftsdialog in Bad Kreuznach weiterführen
„Deutsche Gründlichkeit mit russischer Unternehmerlust verbinden“. Für den Generalkonsul der Russischen Förderation, Fedor Khorokhordin, das Rezept für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft beider Nationen. Dass dazu auch noch Freundschaft und Herzenswärme gehören, war beim Ersten Deutsch-Russischen Wirtschaftsdialog in Bad Kreuznach deutlich zu spüren. Neben den Liedern der deutsch-russischen Solistengruppe „Echo Forum“ stand dafür symbolisch der bewegende Abschied zwischen dem Bad Kreuznacher Ehrenbürger Alex Jacob und dem russischen Spitzendiplomaten und Deutschlandkenner, der wieder ins Auswärtige Amt nach Moskau zurückkehrt. „Einem guten Freund auf Wiedersehen sagen“, war dem Honorargeneralkonsul für Rumänien ein wichtiges Anliegen. Jakob erinnerte an die vielen Aktionen im humanitären Bereich (Aktion Augenlicht), bei denen ihn Khorokhordin tatkräftig unterstützte. Gerührt bedankte sich Khorokhordin, der versprach „seine Freunde in Bad Kreuznach regelmäßig zu besuchen.“ Mit einem Stück Bad Kreuznach bedankte sich Oberbürgermeister Andreas Ludwig. Er schenkte die Brückenhäuser in einem Glasbaustein und kündigte an: „Russland ist ein Markt der Zukunft. Wir wollen den deutsch-russischen Dialog in Bad Kreuznach fortsetzen“. Wie dynamisch, jung und modern Russlands Unternehmer sind, zeigte sich bei einer Präsentation. Sergey Martyanov, Ekaterina Schukalova, Igor Zak und Andrey Klimenko stellten erfolgreiche Software Entwicklungsprojekte, russische Internetportale, moderne Architektur und eine Computersteuerung für Sehbehinderte vor. Dem schloss sich eine Podiumsdiskussion an, die der Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Mittel- und Ostereuropazentrums, Jörg Rathmann, leitete. Die auf dem Podium vertretenen deutschen Unternehmensrepräsentanten ermunterten ihre Kollegen zu Geschäftsbeziehungen mit russischen Firmen und berichteten von guten Erfahrungen. Es braucht „Geduld, Ausdauer, Vertrauen und die Pflege der zwischenmenschlichen Beziehungen“, nannten Maternus Gemmel, KHS-Aufsichtsrat, Ulrich Steinert, KHS-Verkaufsdirektor für Russland, Heinz Richterich, Geschäftsführer Hombak, und Klaus J. Hansen Menerga Klimatechnologie aus Rödern.
Für den neuen Wirtschaftsdezernenten der Stadt, Udo Bausch, kam das Gesprächsforum „zur rechten Zeit, denn russische Unternehmen haben wieder großes Interesse, in Deutschland zu investieren.“ Bad Kreuznacher Unternehmen sind in Russland „hervorragend vertreten“, so Bausch weiter. Das gilt nicht nur für die Maschinenbauspezialisten KHS oder Hombak.
Für den zweiten Besuchstag hatten Verkehrsverein und die Stadt Bad Kreuznach für die russische Delegation eine Rheinfahrt von Bingen nach Koblenz und eine Weinprobe organisiert. Den Abschluss bildete ein Besuch im Konsulat von Alex Jacob. Ob deutsche oder russische Seite, alle schlossen sich dem Dank des Oberbürgermeisters an: „Alex Jacob ist Vater und Motor der deutsch-russischen Freundschaft.“ Das 1. deutsch-russische Wirtschaftsforum resultiert aus dem Besuch einer Bad Kreuznacher Delegation, die sich im Oktober 2008 auf Jacobs Vermittlung im internationalen Wirtschaftsclub in der Duma präsentieren durfte.
Pressekontakt: Stadtverwaltung Bad Kreuznach (hansjoerg.rehbein[at]bad-kreuznach.de)
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