PRPORT Rheinland-Pfalz - Pressemitteilung - Bruch: Landesregierung unterstützt groß angelegte Studie „Gewalt gegen Polizeibeamte“

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04.02.2010 12:40 | Rheinland-Pfalz | Rheinland-Pfalz (Land)

Bruch: Landesregierung unterstützt groß angelegte Studie „Gewalt gegen Polizeibeamte“

„Unsere Polizistinnen und Polizisten berichten in den vergangenen Jahren von einer zunehmenden Gewalt gegen sie. Auch die Medien haben darüber verstärkt berichtet. Das nehme ich sehr ernst. Um unsere Beamtinnen und Beamten besser schützen und Gegenstrategien entwickeln zu können, müssen wir dieser Erscheinung auf den Grund gehen und die Ursachen erforschen. Deshalb beteiligen wir uns an der groß angelegten Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, die kommende Woche gestartet wird. Ich rufe alle Polizistinnen und Polizisten in Rheinland-Pfalz auf, sich rege an der Studie zu beteiligen!“ Dies sagte Innenminister Karl Peter Bruch heute in Mainz.

Die Befragung werde im Zeitraum vom 8. Februar bis 7. März durchgeführt. An ihr beteiligten sich neben Rheinland-Pfalz neun weitere Bundesländer. Die Kosten für Rheinland-Pfalz beliefen sich auf insgesamt rund 9.000 Euro. Ziel der Erhebung sei es, durch eine möglichst breite Datenbasis über Umfang und Intensität der Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte Analysen zu den verschiedenen Tätertypen vorzunehmen, typische Risikosituationen zu erkennen und umfassende Vorschläge für die Verhinderung der Gewalt und die Betreuung der Opfer abzuleiten, so Bruch weiter.

„Die Polizistinnen und Polizisten und ihre Berufsvertretungen beklagen eine hohe Zunahme der Gewalt und fordern notwendige Maßnahmen zum Schutz bei Einsätzen. Wir müssen hier aktiv werden. Leider haben einige Bundesländer und das Bundesinnenministerium ihre vorgesehene Beteiligung an der Studie zurückgezogen. Das kann ich nicht nachvollziehen“, sagte Bruch. Dennoch stelle die Befragung die größte Polizeiforschungsarbeit dar, die es in Deutschland jemals gegeben habe. Insgesamt würden über 85.000 Polizeibeamtinnen und -beamte gebeten, den entsprechenden Fragebogen auszufüllen.


Pressekontakt: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz (pressestelle[at]stk.rlp.de)



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