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30.01.2012 15:33 | Germersheim | Germersheim (Kreis)

Appell für zweite Rheinbrücke: Über 180 Unternehmen der Region Karlsruhe unterzeichneten Resolution

Eine Liste mit mehr als 180 Unternehmen präsentierte die Initiative Zweite Rheinbrücke am vergangenen Freitag, 27. Januar der Öffentlichkeit. Diese Unternehmen hatten eine Resolution unterstützt, die eine zusätzliche Rheinquerung fordert, um das Wirtschaftswachstum in der Region zu sichern. Nun wendet sich die Initiative in Briefen an den Bundesverkehrsminister und die Ministerpräsidenten beiderseits des Rheins und führen die mehr als 180 Unterstützer aus der Wirtschaft auf; einige der Unternehmen machen ihre Zukunft und ihren Verbleib in der Region von einer zweiten Brücke abhängig.

Die Initiative Zweite Rheinbrücke ist ein regionales Bündnis, das aus den Landräten der Landkreise Karlsruhe und Germersheim, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO) und des Eurodistrikts Regio Pamina, dem Bürgermeister der Stadt Wörth und der Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion im Karlsruher Gemeinderat besteht. „Wir setzen uns dafür ein, das bereits eingeleitete Planfeststellungsverfahrens für eine zweite Rheinquerung mit einer Anbindung auf der baden-württembergischen Seite an die B36 endlich zügig aufzunehmen“, erklärt Landrat Christoph Schnaudigel (Karlsruhe). „Mit den Firmenunterschriften wollen wir klarmachen, dass nicht nur die politische Mehrheit der Region auf die längst überfällige Entlastung der alten Rheinbrücke drängt, sondern auch Unternehmer“, ergänzt für die andere Seite Landrat Fritz Brechtel (Germersheim). Und Josef Offele (RVMO, Eurodistrict Regio Pamina) gibt zu bedenken, dass „das Nadelöhr alte Rheinbrücke“ den Lieferverkehr, die Warenströme, die Pendlerverkehre und damit das gesamte Wachstum der Region ausbremst“.
Die Stimme erhebt auch der Wörther Bürgermeister Harald Seiter, der täglich sieht, wie sich der gesamte Verkehr über ‚seine’ Brücke zwängt. Als Vertreter der Unternehmen unterstrichen der Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Indust-rie- und Handelskammer Karlsruhe Herbert Striebich und der Geschäftsführer der IHK Pfalz Jürgen Vogel die Bedeutung der zweite Rheinbrücke für die Wirtschaft; auch sie drängen mit allen Anderen darauf, die bestehende Rheinbrücke mit einer zweiten Brücke zu entlasten. „Das ist ein entscheidender Standortfaktor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region“, betont Gabriele Luczak-Schwarz. Die Vorsitzende der CDU-Fraktion Karlsruhe kämpft für das Projekt, das der Karlsruher Gemeinderat gegen die Stimmen ihrer Fraktion abgelehnt hatte. Bes-tätigt sieht sie sich durch den Faktencheck, den die neue Landesregierung in ihrer Stadt präsentierte: „Im Ergebnis unterstrich das die Notwendigkeit, die Leistungsfähigkeit der Rheinquerung zu steigern, noch einmal zusätzlich.“ Der Bund als zuständiger Vorhabens- und Baulastträger wäre nun am Zug, da er feststellte, dass gebaut werden muss. Daher wendet sich die Initiative an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann sowie von Rheinland-Pfalz Kurt Beck. Ihnen stellt das Bündnis die Unternehmen vor, die ihre Namen unter die Resolution für eine Zweite Rheinbrücke gesetzt haben. Die entsprechenden Briefe unterzeichneten die Mitglieder der Initiative vor Vertretern der Presse. Dieser gemeinsame Appell ist einmalig in der Geschichte der Region.

Bildtext: Das Initiativbündnis beim Unterzeichnen der Ministerbriefe: Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz, Bürgermeister Harald Seiter, Landrat Dr. Fritz Brechtel, Landrat Dr. Chrsitoph Schnaudigel, Verbandsvorsitzender Josef Offele (sitzend v.l.n.r.) Foto: Alàbiso


Pressekontakt: Kreisverwaltung Germersheim (presse[at]kreis-germersheim.de)
www.kreis-germersheim.de
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