PRPORT Rheinland-Pfalz - Pressemitteilung - 20 Jahre Partnerschaft mit Neuruppin

Ahrweiler
Altenkirchen
Alzey-Worms
Bad Dürkheim
Bad Kreuznach
Bernkastel-Wittlich
Birkenfeld
Cochem-Zell
Donnersbergkreis
Eifelkreis Bitburg-Prüm
Frankenthal (Pfalz)
Germersheim
Kaiserslautern
Koblenz
Kusel
Landau in der Pfalz
Ludwigshafen am Rhein
Mainz (Stadt)
Mainz-Bingen
Mayen-Koblenz
Neustadt/Weinstr.
Neuwied
Pirmasens
Rhein-Hunsrück-Kreis
Rhein-Lahn-Kreis
Rhein-Pfalz-Kreis
Rheinland-Pfalz
Speyer
Südl. Weinstraße
Südwestpfalz
Trier (Stadt)
Trier-Saarburg
Vulkaneifel
Westerwald
Zweibrücken

 

Meldungen

       


Branchenbuch Rheinland-Pfalz

Nachricht aus Rheinland-Pfalz einstellen

 
  Artikel als PDF Dokument      Artikel drucken      Artikel weiterempfehlen   
Foto
12.02.2010 10:30 | Bad Kreuznach | Bad Kreuznach (Stadt)

20 Jahre Partnerschaft mit Neuruppin

Knapp ein Jahr vor dem Fall der Mauer war der Weg frei. „Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister. Ich freue mich Ihnen heute mitteilen zu können, dass die DDR unserem Wunsch entsprochen hat und eine Partnerschaft zwischen Bad Kreuznach und einer Stadt der DDR, nämlich Neuruppin, ermöglicht hat“, schrieb am 30. November 1988 der damalige saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine an Helmut Schwindt. Etwas mehr als ein Jahr später war es dann soweit. Zunächst stimmte die Neuruppiner Stadtverordnetenversammlung am 22. Januar 1990 in einer außerordentlichen Versammlung im Festsaal des Bezirkskrankenhauses der Partnerschaft zu, dann der Bad Kreuznacher Stadtrat am 15. Februar 1990. Nach der Sitzung im Großen Kursaal wurde die Partnerschaft von Oberbürgermeister Helmut Schwindt und dem Neuruppiner Bürgermeister Rainer Frank in einer Feierstunde offiziell besiegelt:

„Trotz Mauerfall konnte sich damals auf beiden Seiten niemand vorstellen, dass die deutsche Teilung so schnell überwunden wird“ blickt Oberbürgermeister Andreas Ludwig auf die stürmischen und historischen Wendezeiten zurück. „Durch unsere Partnerschaft mit Neuruppin haben wir viel intensiver den Reife- und Entwicklungsprozesses des Zusammenwachsens der Menschen in West und Ost, mit all seinen Problemen erlebt. Wir haben viel von einander gelernt. Freundschaften sind auf vielen Ebenen entstanden“, bilanziert der OB, für den eine Partnerschaft mit einer ostdeutschen Kommune auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung eine sinnvolle Zukunft hat. „Auch aus den Städten kann und muss es im europäischen Einigungsprozess wichtige Impulse geben. Da können wir gemeinsam mit Neuruppin einen Beitrag leisten“

Gemeinsam mit Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde grüßt Ludwig die Bürgerinnen und Bürger in beiden Städten. Sie wünschen weiterhin eine gute und herzliche Freundschaft: „auf die nächsten 20 Jahre.“ Zum Partnerschaftsgeburtstag gibt es am 30. April einen Festakt in Neuruppin, zu dem eine Bad Kreuznacher Delegation im Rahmen des Mai- und Hafenfestes eingeladen ist.

Auch Jens-Peter Golde blickt zurück: „Wir werden es wohl nicht erfahren, warum die DDR-Führung 1988 Neuruppin als Partnerstadt für Bad Kreuznach vorgeschlagen hat. Vielleicht, weil sich einige Politgrößen gern an ihre Jagreviere im Neuruppiner Stadtfort oder an die regelmäßigen Besuche im SED-Erholungsheim am Ruppiner See erinnerten? Es bleibt Spekulation. Zwei Dinge sind aber sicher: Erstens ging die Initiative für eine Partnerschaft von Bad Kreuznach aus, und zweitens ist Neuruppin bis heute dafür dankbar. 20 Jahre Begegnungen und Freundschaften zwischen Bürgerinnen und Bürgern, zwischen Theatergruppen, Feuerwehren, Rudervereinen, Karnevalsclub, Senioren- und Frauengruppen, zwischen Menschen aus Politik und Verwaltung sind ein wunderbar gelebtes Stück Deutsche Einheit.“

Wie stark gelebt, zeigt auch die Statistik, auf die der für Partnerschaften zuständige Beigeordnete Karl-Heinz Gilsdorf verweist: „In den vergangenen 20 Jahren gab es rund 250 offizielle Begegnungen, bei denen sich über 4000 Menschen aus beiden Städten trafen. Es gab viele private Kontakte, die zumindest in einem Fall zum Standesamt führten.“ 1999 heiratete der städtische Mitarbeiter Thomas Eckes die Neuruppinerin Kirsten Gräbert, die 1992 eine Ausbildung bei der Stadtwaltung Bad Kreuznach absolvierte, dann zurückkehrte und später der Liebe wegen wieder kam und blieb.

In den ersten Jahren war die Städte-Partnerschaft auch von großer Solidarität geprägt. 1990 spendeten Bad Kreuznacher Firmen, der Lions-Club und die Rotarier sowie Bürgerinnen und Bürger 50.000 Mark für Bezirkskrankenhaus in Neuruppin. Die „Neuruppiner Frauen für Frauen“ sammelten 1993 Geld für die Renovierung eines Bad Kreuznacher Kindergartens, der durch das Hochwasser stark beschädigt war. Nach der Gasexplosion mit sieben Toten in einem Neuruppiner Wohnhauses am Karfreitag 1995 sammelte die Stadtverwaltung über ein Spendenkonto mehr als 200.000 Mark für die Soforthilfe. Der Kreuznacher Hobbymaler Werner W. Mees versteigerte 36 Bilder und schickte den Erlös nach Neuruppin.


Pressekontakt: Stadtverwaltung Bad Kreuznach (hansjoerg.rehbein[at]bad-kreuznach.de)
www.bad-kreuznach.de

Meldung teilen!

Werden Sie Fan auf facebook:


Dieser Artikel wurde 276 mal gelesen.

Permanentlink: http://www.prport.net/-jahre-partnerschaft-neuruppin-pr23571.html
Suchbegriffe:

Weitere Meldungen aus Bad Kreuznach: